Bertha im globalen Klassenzimmer

Am 15.01.2026 war das „Bertha“ von 12 bis 13 Uhr Teil des „globalen Klassenzimmers“. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten - Zoom wird nicht vom Internetserver der Stadt Oberhausen unterstützt! - wurden Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland und so auch des Erdkunde LKs live vom Südpol Fragen zur Antarktis und zu Folgen des Klimawandels beantwortet. Antworten kamen von Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer, die im Januar u.a. mit Weltumsegler Boris Herrmann in die Antarktis, den erst vor 200 Jahren entdeckten, entlegensten und daher unerforschtesten aller Kontinente, segelt und WissenschaftlerInnen vom Alfred-Wegener-Institut begleitet.

Per Zoom-Konferenz wurde auf den Klima- und Ozeanschutz aufmerksam gemacht. Mit Unterstützung von Dr. Eckart von Hirschhausen, neugieriger Arzt und früherer „Frag doch mal die Maus“-Moderator, wurde mithilfe von einem Automaten zur Herstellung von kohlensäurehaltigen Getränken die „Versauerung“ der Meere verdeutlicht, die wiederum Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen hat, wie beispielsweise einen neu entdeckten „Tierwald“, einen farbenfrohen „Wald“ aus diversen Korallen. Saueres Wasser wiederum gibt bei Erwärmung CO2 ab, weshalb derzeit die Fähigkeit der Meere, als bedeutender Kohlenstoffspeicher zu fungieren, abnimmt.

Zudem wurde über in der Antarktis lebende Tiere wie Pinguine gesprochen. Es wurde eine Kolonie von Eselpinguine gezeigt, die ihren Namen von den wie Esel klingende Lauten haben und „evolutionäre“ Meisterwerke der Natur sind. Diese Pinguinart hat tatsächlich weniger Probleme mit dem Klimawandel als Kaiserpinguine, die ihre Eier ausschließlich auf Meereis legen und ausbrühten. Da das Meer derzeit später gefriert, kann diese Pinguinart ihre Eier erst später legen und die geschlüpften Jungpinguine haben eine kürzere Reifezeit, wodurch wiederum ihre Widerstandsfähigkeit gegen die natürlichen Bedingungen reduziert ist.

Obwohl viel über Auswirkungen und Probleme gesprochen wurde, zu denen jeder von uns einen Beitrag leistet, wurde nicht mit erhobenem Zeigefinger berichtet, sondern vielmehr stand die einzigartige und wunderschöne Natur der Eislandschaft bei dem begeisterten Vortrag im Vordergrund.