„Als wir zum ersten Mal am Bertha waren, fühlten wir eine Wärme im Umgang und erlebten eine offene Atmosphäre.“

(Zitat von Eltern aus der Vorbereitungsgruppe)

Was macht das Bertha besonders?

Das müssen Sie selbst erleben. Das können wir für Sie nicht entscheiden. Wir können versuchen darzustellen, wie wir uns verstehen, aber auch das ist natürlich von Berthaner zu Berthaner verschieden. Wir können unser Selbstverständnis formulieren, aber auch dieses ist der ständigen Diskussion und der ständigen Auseinandersetzung im Miteinander ausgesetzt. Vielleicht ist es das: Wir ringen um unsere Schule und ihre Ausrichtung für jeden Einzelnen, mit jedem Einzelnen und jederzeit. Wir wollen die geregelte und faire Auseinandersetzung, weil sie zu unserem Verständnis von Demokratie dazugehört.

Das Elternzitat ist jedenfalls eine Zielvorstellung, die viele eint: Wir wollen eine  warmherzige, offene Atmosphäre, die geprägt ist von Respekt, gegenseitiger Achtung, Akzeptanz des Individuums. Wir wollen eine liberale Grundhaltung mit klaren Regelvereinbarungen und Wertvorstellungen vermitteln und dabei den Einzelnen auf seinem Weg zur Bildung eines eigenen Urteils und einer freien begründeten Meinung begleiten. Im besten Sinne also wollen wir zur Mündigkeit erziehen und verhelfen. Dazu gehören auch klare Absprachen, Vereinbarungen und Regeln des Umgangs miteinander, aber auch kritisches Hinterfragen des Gegebenen.

Dieses Miteinander betrifft  Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, Hausmeister, Reinigungskräfte, Betreuungsteam, Schulsozialarbeiterin und alle anderen, die mit unserer Schule in Berührung kommen. Es betrifft auch unser Gebäude, welches unsere Heimat für den Alltag darstellt. Es gefällt uns an unserer Schule gut, weil wir sie wertschätzen, pflegen, sauber halten und uns um sie kümmern. Wir malen sie bunt an, wir nutzen sie täglich auf viele Arten und wir fühlen uns in ihr sicher. Sie bildet für einen großen Teil unseres Tages einen Lebens- und Lernraum. Hier wird gelernt, aber auch palavert, sich mit Menschen getroffen, gelacht, geweint: gelebt eben.

 „Schüler helfen Schüler“- Projekte prägen unsere Schule stark. Sie stellen einen wichtigen Baustein unserer pädagogischen Arbeit dar, weil wir unsere Schülerinnen und Schüler zunehmend in die (Selbst-)Verantwortung und Selbstwirksamkeit entlassen wollen.

Zu welchem Zeitpunkt im Leben begegnet der Menscheiner solchen Vielfalt von Wissensgebieten und Erfahrungsbereichen so komprimiert wie in der Schule? Daher wollen wir dem Einzelnen viele Zugänge und Möglichkeiten anbieten. Wir wollen Welten öffnen und Wege aufzeigen, die vorher noch unbekannt gewesen sind. Wir wollen Richtungen weisen, ohne sie vorzugeben, aber auch Wege begleiten, die eingeschlagen worden sind.

Dafür sind wir bereit, Leistung zu erbringen, aber fordern diese auch ein. Ziel unserer Anstrengungen ist  eine ganzheitliche Bildung, die neben der Förderung kognitiver Fähigkeiten unter anderem auch die Stärkung individueller Kompetenzen sowie eine Erziehung zu Empathie und sozialer Verantwortung umfasst. Am Ende eines Schulweges stehen auch am Bertha Abschlusszeugnisse und unser Ziel sind gebildete Persönlichkeiten mit Wissen und Gewissen, mit Offenheit für andere Ansichten, mit Respekt vor der Vielfalt unserer Gesellschaft und mit der Bereitschaft, den eigenen Weg zu gestalten und zu verantworten. Auf diesem Weg wollen wir:

Miteinander lernen - miteinander leben

...mit Herz und Verstand.*

*In Anlehnung an den berühmten Brief gegen den Krieg von Bertha-von-Suttner an ihre Schwestern.