Pädagogik am Bertha

betrifft. erziehung - beziehungsweise

erziehung kommt von ziehen
also ein dehnbarer begriff
leider wird er oft überzogen.
wie lange und wie fest soll ein erzieher ziehen?
zieht er zu lange, wird der zögling verzogen
zieht er zu kurz, bleibt er ungezogen
er ist also hin- und hergezogen
werden zu viele zöglinge aufgezogen
wird man aufgezogen:
zu viele zöglinge - das zieht heute nicht mehr'
für die frau zieht das einiges nach sich:
will sie keine mehr aufziehen,
zieht der mann ab
deshalb zieht sie es vor,
nachzuziehen ...
weil sie sonst den kürzeren zieht!
wer zöglinge (v)erzogen hat
tut sich schwer, sie ziehen zu lassen
doch erziehen an sich
ist nicht an sich ziehen

zöglinge müssen ausziehen
sie werden von der welt angezogen
nicht alles aber ist anziehend ...
manche müssen sich erst ausziehen
um irgendwo einzuziehen
da kann man sich leicht etwas zuziehen
und außerdem noch großziehen
das heißt: daß die, die losziehen
nicht immer das große Los ziehen!
es sei mir verziehen
wenn ich etwas überziehe
doch zieht es mich hin -
zum 'richtigen' erziehen
darf man sich ihm entziehen
dem dilemma des erziehens?
beziehungsweise
darüber herziehen?
nein - ein erzieher
muß selbst erst erzogen werden
... in jeder beziehung
und das kann sich lange hinziehen!
Marianne Rieger

Pädagogik: zur Sache!

In der Oberstufe kann regelmäßig ein Leistungskurs und ein Grundkurs angeboten werden - manchmal in Kooperation mit den beiden anderen Gymnasien in Alt-Oberhausen.

Die Themenbereiche des Faches Pädagogik in der Oberstufe orientieren sich an den Vorgaben zum Zentralabitur des jeweiligen  Jahrgangs, hier ein Beispiel für  den Jahrgang, der 2009 das Abitur ablegen wird:
Inhaltliche Schwerpunkte
• Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit
- Modelle der Beschreibung psychosexueller und psychosozialer Entwicklung im Kindesalter: Freud, Erikson
- Modell der Beschreibung der kognitiven Entwicklung des Kindes: Piaget (nur Leistungskurs)

- Sozialisation als Rollenlernen: Parsons, Mead
• Entwicklung, Sozialisation und Identität im Jugend- und Erwachsenenalter
- Entwicklungsaufgaben des Jugend- und Erwachsenenalters - Modell der produktiven Realitätsverarbeitung: Hurrelmann
- sozialpsychologische und psychoanalytische Ansätze der Prävention und Intervention bei Jugendkrisen, insbesondere bei ‚Gewalt’
- Jugendkrisen aus systemischer Sicht: Schlippe, Stierlin (nur Leistungskurs)
• Normen und Ziele in der Erziehung
- Deutung von Kindheit in der Geschichte: Ariès, de Mause
- Ansatz und Praxis einer pädagogischen Konzeption: Montessoripädagogik
- Ansatz und Praxis der Waldorfpädagogik (nur Leistungskurs)
- Erziehung im Nationalsozialismus
• Identitätsbildung
- Entwicklung und Konstruktion von Identität: Krappmann.